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Schröder verweigert TV-Duell mit Lafontaine

Keine inhaltliche Auseinandersetzung

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) lehnt ein TV-Duell mit dem Spitzenkandidaten des Linksbündnisses Oskar Lafontaine ab. "Eine solche Fernsehdebatte ist völlig ausgeschlossen", sagte Regierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch in Berlin. Lafontaine hatte zuvor in der "Passauer Neuen Presse" Interesse an einem Fernsehduell mit Schröder oder SPD-Chef Franz Müntefering bekundet. "Selbstverständlich wäre es für mich hochinteressant, mit meinem Nachfolger im Parteivorsitz oder dem jetzigen Parteivorsitzenden im Fernsehen zu diskutieren", sagte der Ex-SPD-Chef. Schröder und Müntefering scheuten eine solche Diskussion aber "wie der Teufel das Weihwasser".

Steg betonte: "Es handelt sich um jemanden, der im Saarland lebt und beabsichtigt, in Nordrhein-Westfalen auf einer namentlich veränderten Liste der PDS zu kandidieren." Ein Spitzenkandidat eines Landes komme für eine Debatte mit dem Bundeskanzler "nicht ernsthaft in Betracht".

Unterdessen hält der Kanzler laut Steg an seinem Wunsch nach einem doppelten Fernseh-Schlagabtausch mit Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) fest. Mit zwei TV-Duellen statt nur einem würden alle Beteiligten "den Erwartungen der Menschen gerecht werden, sich ein geeignetes Bild von beiden Kandidaten zu machen". Ende dieser Woche sollen dem Regierungssprecher zufolge Vertreter von Union und SPD sowie der Fernsehsender ARD, ZDF, RTL und Sat. 1 in einer ersten Runde zusammenkommen, um "konkrete Einzelheiten" zu besprechen.

Zuvor hatte es in Presseberichten geheißen, Merkel wolle aus Zeitgründen möglicherweise nur einem Streitgespräch vor laufenden Kameras zustimmen. 2002 hatten sich Schröder und der damalige Herausforderer der Union, CSU-Chef Edmund Stoiber, zweimal zum TV-Duell getroffen.

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