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Gräberstätte für Kriegsheimkehrer in Frankfurt eingeweiht

Folgen von Krieg, Fremden- und Völkerhass

Eine Kriegsgräberstätte ist am Donnerstag (23. April) an einem früheren Friedhof für heimkehrende Wehrmachtssoldaten in Frankfurt (Oder) eingeweiht worden. Der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Reinhard Führer, erinnerte während der Zeremonie daran, dass über Frankfurt rund 1,2 Millionen Heimkehrer aus sowjetischer Gefangenschaft nach Deutschland zurückkehrten. Unbekannt sei, wie viele dieser Menschen, die an Erschöpfung oder den erlittenen Entbehrungen gestorben seien, hier begraben wurden.

"Mit dem heutigen Tag geben wir diese Stätte an die Öffentlichkeit zurück", sagte Führer. Die neue Kriegsgräberstätte beim Frankfurter Gutshof Nuhnen sei ein Ort des Gedenkens an alle verstorbenen Heimkehrer, bei denen niemand wisse, wo sie liegen. "Niemand und nichts ist vergessen", betonte Führer. Jeder, der hier vorbeikomme, möge bedenken, was Fremden- und Völkerhass bedeuteten.

Das von 1945 bis 1950 bestehende Heimkehrerlager in Frankfurt-Gronenfelde war zentrale Passierstelle für alle aus der Sowjetunion heimkehrenden Kriegsgefangenen. Die auf dem Rücktransport oder in Frankfurt verstorbenen Heimkehrer wurden in mehreren Massengräbern beigesetzt, darunter auch in Nuhnen.

Der Einweihung der mit einem drei Meter hohen Holzkreuz und mehreren Steinkreuzen versehenen Gedenkstätte waren monatelange Suchgrabungen vorausgegangen. Schließlich verständigten sich Volksbund und Stadt darauf, die gefundenen Gebeine nicht umzubetten, sondern eine Gedenkstätte einzurichten.

Oberbürgermeister Martin Patzelt (CDU) sagte, es handle sich um die erste Kriegsgräberstätte in Frankfurt auf einem privaten Firmengrundstück. Forderungen nach einer Enteignung des Grundstücks war Patzelt wiederholt entgegengetreten.

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