Bush kündigt "langen Kreuzzug" gegen den Terrorismus an

Krieg zur Ehrenrettung

US-Präsident George W. Bush kündigt einen "langen Kreuzzug und Krieg" gegen den internationalen Terrorismus an. Die US-Bürger müssten deshalb "Geduld" haben, sagte Bush am Sonntagabend (MESZ) vor Journalisten in Washington. Der "Hauptverdächtige" halte sich in vielen Ländern auf. Die Vereinigten Staaten würden "alle ihre Ressourcen" einsetzen, um den "ersten Krieg des 21. Jahrhunderts zu gewinnen", hob der Präsident hervor. Die US-Regierung sei entschlossen, die Ehre des Landes zu verteidigen.

Die Internatiolen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges IPPNW warnt vor Vergeltungsaktion vor einer einwandfreier Identifizierung der Täter und der verantwortlichen Organisatoren. Es dürfe keine kriegerischen Handlungen oder Sanktionen gegen unschuldige Bevölkerungen geben. Es wäre die falsche Lehre, so die IPPNW, aus dem Terror eine neue Spaltung der Welt zuzulassen, "wie wir sie im Kalten Krieg als lebensgefährlich kennen gelernt haben".

Ein derartiger Krieg wäre nach Auffassung der IPPNW der Nährboden für eine verheerende Gewaltverstrickung von der Art, wie sie uns im regionalen Maßstab täglich von den Kontrahenten in Israel/Palästina vorgeführt wird. Dort zeige sich, dass selbst die Überlegenheit der Machtmittel niemals unverwundbar mache. Also bleibe nur beharrlicher Verständigungswille, trotz aller Rückschläge, als "vertretbare politische Strategie" übrig. Die deutsche Bundesregierung wird aufgeordert, "dass sie ihre Bündnissolidarität strikt in diesem Sinne wahrnimmt und ausübt".