Hilfsorganisationen können afghanischen Flüchtlingen nur schwer

Flüchtlingshilfe

Deutsche Hilfsorganisationen haben nach eigenen Angaben große Schwierigkeiten, den Flüchtlingen in Afghanistan und den Nachbarländern gezielt zu helfen. Erhard Bauer von der Deutschen Welthungerhilfe sagte im ARD-Morgenmagazin, für seine afghanischen Mitarbeiter werde es wegen der amerikanischen Luftangriffe immer schwerer, die Bedürftigen zu erreichen. Hilfsgüter seien zwar noch vorhanden, das Risiko werde für die Helfer aber immer größer. Man wisse nicht, wie lange noch gearbeitet werden könne.

Auch Rupert Neudeck von der Hilfsorganisation Cap Anamur wies erneut auf die prekäre Situation der Flüchtlinge im Norden Afghanistans hin. Innerhalb der nächsten dreißig Tage müssten dringend Hilfsgüter wie Lebensmittel, Decken und warme Bekleidung ins Land gebracht werden, um auf den Winter vorbereitet zu sein. Neudeck appellierte in der ARD an Außenminister Joschka Fischer, alles zu tun, um den Hilfsorganisationen ihre Arbeit über einen humanitären Korridor zu erleichtern. Vor allem bürokratische Hürden bei Einreise und Zoll behinderten die Arbeit der Helfer.