Eisenbahnergewerkschaft hält Transrapid-Projekte für überflüssig

Transrapid

Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet hält die Transrapid-Vorhaben in Bayern und Nordrhein-Westfalen für verkehrspolitisch überflüssig. Beide Projekte seien weder nützlich noch würden sie in Deutschland benötigt, sagte Transnet-Chef Norbert. Im Falle einer Verwirklichung müsse bei beiden Projekten mit Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Verkehrssystem gerechnet werden.

Außerdem drohten Arbeitsplatzverluste durch Fahrgastverlagerungen vom Schienenverkehr hin zum Transrapid und durch die Kappung bestehender Verbindungen. Werde der so genannte Metrorapid in Nordrhein-Westfalen gebaut, stünden mindestens 400 Stellen bei Lokführern, Zugbegleitern und technischem Personal auf dem Spiel, warnte Hansen. Dem stünden nur 118 Jobs gegenüber, die durch den Metrorapid geschaffen würden.

Zugleich zweifelte Hansen die Finanzierbarkeit der Projekte an und forderte die Überprüfung der Machbarkeitsstudien durch eine unabhängige Instanz wie den Bundesrechnungshof. Inhalt der Prüfung müssten auch alternative Investitionen in das bestehende Schienennetz sein.