Weltbeste Pressefotos 2001 erstmals in Deutschland zu sehen

Ausstellung in Hamburg

Die besten Pressefotos der Welt des Jahres 2001 sind nun das erste Mal in Deutschland in einer Ausstellung zu sehen. Nur wenige Tage nach der offiziellen Preisverleihung des jährlichen World Press Photo Wettbewerbs in Amsterdam präsentiert das Hamburger Verlagshaus Gruner+Jahr ab Donnerstag die Arbeiten von 58 Preisträgern in 9 verschiedenen Kategorien. Neben ergreifenden und verstörenden Bildern aus den Krisengebieten dieser Welt zeigt die Ausstellung auch die andere Seite der Reportagefotografie: Naturaufnahmen, Einblicke in fremde Welten und fotografische Highlights aus den Bereichen Kunst, Kultur und Sport.

Zu sehen ist bis zum 15. Mai auch das Siegerfoto des 31-jährigen dänischen Fotografen Erik Refner. Die Schwarz-Weiß-Fotografie wurde im Juni 2001 in einem Flüchtlingslager in Pakistan aufgenommen. Es zeigt die Leiche eines einjährigen afghanischen Jungen, der für sein Begräbnis gewaschen und mit einem weißen Tuch bedeckt wird. Aufgrund der politischen Situation und der anhaltenden Dürre in Afghanistan hatte die Familie des Jungen das Land verlassen und lebte seither in einem der zahlreichen Flüchtlingslager jenseits der Grenze.

Der jährliche World Press Photo Award gilt als der anerkannteste Preis im Bereich der Pressefotografie. Er wird jedes Jahr von der Stiftung World Press Photo vergeben. In diesem Jahr wählte eine international besetzte Jury aus fast 50 000 Einsendungen von mehr als 4000 Fotografen aus 123 Ländern die Siegerfotos aus. "Als ein Stück Zeitgeschichte dokumentiert die Ausstellung nicht nur das Weltgeschehen des vergangenen Jahres, sie vermittelt ebenso einen Einblick in aktuelle Tendenzen der Pressefotografie", sagte "Stern"-Chefredakteur Andreas Petzold. In den folgenden Monaten werden die Bilder in 35 weiteren Ländern gezeigt.