Ölkonzerne sollen Klimaverantwortung übernehmen

Greenpeace

International tätige Ölkonzerne können langfristig Gewinne erwirtschaften, wenn sie jetzt in Klimaschutz investieren. Das ist das Ergebnis der Greenpeace-Studie "Mineralölkonzerne und Klimazerstörung". Demnach sollten Ölkonzerne ihre Investitionen in erneuerbare Energien umlenken, statt weiter Öl und Gas zu fördern. Greenpeace fordert, dass sich Ölkonzerne in vergleichbarer Weise ihrer Verantwortung zur Senkung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen stellen, wie es die Industriestaaten im Klimaschutzabkommen von Kyoto getan haben. Die Greenpeace-Studie belegt, dass eine alternative Energiewirtschaft technisch möglich sei und die Mineralölindustrie ihren Anteil daran finanzieren könne.

Stellvertretend für alle global tätigen Mineralölkonzerne werden in der Studie die ersten Versuche zum Klimaschutz im Bereich regenerativer Energien von ExxonMobil, BP, Shell und TotalFinaElf untersucht.

Die Autoren der Studie schlagen vor, dass sich die Ölkonzerne zu einer Reduzierung für die Treibhausgase ihrer Produkte in der Größenordnung des Kyoto-Protokolls verpflichten. Ihr Beitrag solle am Absatz des Jahres 1990 bemessen werden und mindestens fünf Prozent der damaligen CO2-Emissionen betragen. Um dieses Ziel zu erreichen, empfehlen die Wissenschaftler eine Kompensation durch den Mix regenerativer Energiequellen wie Solar, Wind, Biomasse und Kraft-Wärmekopplung. Das dafür erforderliche Investitionsvolumen der vier Mineralölkonzerne würde sich auf 70 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre belaufen.