Proteste gegen Atomkraftwerk Cattenom jetzt schicken

Kernenergie

Die Initiative für Atomausstieg (IfAT) protestierte am 2.10.03 anläßlich der nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung im Robert Schumannhaus in Trier und fordert zu Einwendungen und Widerstand gegen die Atomindustrie und die vertuschenden Behörden auf. "Unter Ausschluß der Öffentlichkeit soll dieser Atomskandal weiter verschleiert und verschleppt werden" so die Kritik der Initiative für Atomausstieg Trier (IfAT). "Auch mit den bereits bestehenden Einleitungen wird die Mosel radioaktiv verseucht, aus medizinischer Sicht müßten die Grenzwerte bei Null liegen. Bis 15.10.2003 sollen alle besorgten Bürger ihre Einwendungen schicken.

Das strahlende Erbe wird noch Generationen teuer zu stehen kommen und militärischer Missbrauch von Atombomben bis Uranmunition gehörten zum Konzept von Atomindustrie und -staat", so ein Vertreter der Initiative. Doch dieser Unsinn soll noch gesteigert werden, um den Profit der Atomindustrie auf Kosten von Mensch und Umwelt sowie zukünftigen Generationen zu steigern", so die Antiatominitiative.

Die geplante Änderung beim Einsatz von Brennelementen im Atomkraftwerk Cattenom erhöhe die Radioaktivität des Abwassers, heißt es. Und weiter: "Doch schon jetzt wird die Mosel radioaktiv verseucht und statt massiven Widerstand zu organisieren kapitulieren CDU und SPD wie schon beim Bau von Cattenom vor der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Atomindustrie.

Cattenom droht damit zur radioaktivsten Dreckschleuder unter den deutsch-französischen Atomkraftwerken zu werden.Was kann jeder tun? Neben der Einwendung, die jeder Bürger unterschrieben bis 15.10 nach Cattenom senden kann, gelte es weiterhin öffentlich zu protestieren und Druck zu machen. Einwendungslisten liegen im Trierer Frieden- und Umweltzentrum aus! Ganz konkret bieten sich die Atommüllverschiebungen, die im Herbst von der französischen Plutoniumfabrik La Hague ins wendländische Gorleben rollen für Widerstand an, ebenso könne jede Verbraucher seinen persönlichen Atomausstieg vollziehen, indem er keinen Atomstrom mehr bezieht und zu zertifizierten atomstromfreien Stromanbietern wechselt.