Ermittlungen gegen Daimler-Chrysler - Verdacht auf illegale Geschäfte mit Iran

453 Lastwagen

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Verantwortliche des Automobilkonzerns Daimler-Chrysler wegen möglicher illegaler Geschäfte mit dem Iran. Bei dem Verdacht handelt es sich dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge um eine Lieferung von 453 Lastwagen, die offiziell für Saudi-Arabien gedacht waren, tatsächlich jedoch in den Iran verschoben wurden. Dort könnten die Lastwagen nach Ansicht von Militärexperten für kriegerische Zwecke umgerüstet werden.

Die Ermittlung gegen die Hintermänner des illegalen Lkw-Geschäfts sei durch eine Selbstanzeige des Konzerns im Februar 2004 ausgelöst worden. Dies habe schließlich zu einer Razzia am 30. November in der Stuttgarter Zentrale sowie im Lkw-Werk in Wörth geführt.