Gabriel empfiehlt Hering, Seelachs und Forelle

Geld für WWF

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat an die Verbraucherinnen und Verbraucher appelliert, beim Fischkauf auf eine naturverträgliche und die Fischbestände schonende Fischerei zu achten. "Eine gute Wahl sind Hering, Seelachs oder Forelle. Viele andere Speisefische sind in ihrem Bestand bedroht", sagte der Bundesumweltminister anlässlich der Präsentation des "WWF-Fischführers" durch die Umweltstiftung WWF. Das Bundesumweltministerium hat die Aktualisierung des "WWF-Fischführers" finanziell unterstützt.

Fisch gelte nach wie vor als ein wohlschmeckendes, gesundes und zunehmend begehrtes Lebensmittel. Der WWF-Fischführer verdeutliche, dass es um den Zustand der wichtigsten Fischbestände und der Meeresökosysteme schlecht bestellt sei. "Viele derzeitige Fischereipraktiken schädigen Meeresbewohner wie Wale, Robben, Seevögel sowie die Bodenlebewesen der Meere erheblich", so Gabriel.

Um die Ökosysteme im Meer dauerhaft zu schützen, setze sich die Bundesregierung für eine ökosystemverträgliche und bestandserhaltende Fischerei ein. "Nur in intakten Ökosystemen wird es dauerhaft möglich sein, Fischerei zu betreiben", so Gabriel.

Die Neuauflage des Fischführers sei eine Orientierungshilfe für eine umweltbewusste Entscheidung beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten. "Naturschutz beginnt beim Einkaufen. Verbraucherinnen und Verbraucher können durch gezieltes Kaufverhalten einen positiven Einfluss auf die Fischerei ausüben," so der Bundesumweltminister.

Einige Bereiche der Fischereiwirtschaft hätten dies erkannt und plädierten selbst für eine nachhaltig ausgerichtete und die natürliche Umwelt schonende Fischerei. Ökozertifikate nach den Kriterien des "Marine Stewardship Councils (MSC)" oder "Naturland" leisteten dabei eine Entscheidungshilfe, weil sie naturverträgliche und bestandserhaltende Fischerei und Produktionsweisen garantierten.