Arbeitsamt

Mitarbeiterproteste bei Jubiläum der Bundesanstalt für Arbeit

Begleitet von lautstarken Protesten hat im historischen Nürnberger Rathaussaal der Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Bundesanstalt für Arbeit begonnen. Vor dem Rathaus begrüßten mehrere hundert Mitarbeiter unterstützt durch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Gäste der Feier, unter ihnen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Auf Transparenten demonstrierten sie gegen Personalabbau und eine Privatisierung der Behörde. DGB-Vizechefin Ursula Engelen-Kefer sagte in einer Rede, Reformen dürften nicht dazu führen, dass die Bundesanstalt zerschlagen werde. Die Nürnberger Behörde müsse eine sozialstaatliche Einrichtung mit einer starken Selbstverwaltung bleiben.

Man werde nicht zulassen, dass die Bundesanstalt privatisiert werde, rief Engelen-Kefer den Demonstranten zu. Die Mitarbeiter rief sie auf, an diesem Tag selbstbewusst auf ihre Leistungen zurückzuschauen. Sie verwies auf die enormen Verdienste der Mitarbeiter in den Arbeitsämtern nach der Deutschen Einigung wie auch zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit.

Die Mitarbeiter übten auf ihren Plakaten scharfe Kritik an der Bundesregierung sowie am BA-Vorstandsvorsitzenden Florian Gerster. Sprüche wie "Reformen ja, aber nur mit uns", "Gemeinsam für den Erhalt der staatlichen Arbeitsvermittlung" und "Wir arbeiten und Private kassieren" waren auf Transparenten zu lesen. Zudem machten die Mitarbeiter deutlich, dass "dort wo keine Arbeitsplätze sind, können wir auch keine vermitteln". Schröder, Gerster und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber wurden zudem als "Arbeitslosenhilfe-Räuber" bezeichnet.

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