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Verlust von bis zu 2.400 Euro pro Rentner

Betriebsrentenkürzungen

Viele bereits zugesagte Betriebsrente können nicht in der geplanten Höhe ausbezahlt werden, wie das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO berichtet. Grund: Die geplante Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze bei der Rente auf 5.100 Euro. Hintergrund ist, dass bei vielen Rentnern die Höhe der Betriebsrente anhand der Beitragsbemessungsgrenze bestimmt wird: Der Betrag des Gehalts, der unter dieser Grenze liegt, schlägt bei der Berechnung der Betriebsrente weniger zu Buche, als derjenige Betrag, der über dieser Grenze liegt.

Durch die deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 4.500 auf 5.100 Euro gebe es erhebliche Einbußen bei der Rentenhöhe, berichtet das Wirtschaftsmagazin weiter. Im Einzelfall fehlten bis zu 200 Euro pro Monat oder 2.400 Euro im Jahr.

"Der eigentlich Begünstigte wird hier der Finanzminister sein, der sich von den Arbeitnehmern die Betriebsrenten holt. Der Arbeitgeber bildet Rückstellungen in seiner Steuer- und Handelsbilanz für seine Verpflichtung; und wenn diese Verpflichtung sinkt,dann sinkt auch die Rückstellung, das führt auf der anderen Seite zu einer Erhöhung des Ertrages beim Unternehmen, und darauf werden dann wieder Steuern erhoben", so Dr. Boy-Jürgen Andresen, Geschäftsführer der Unternehmensberatung für betriebliche Altersversorgung Dr. Dr. Heissmann GmbH in Wiesbaden.

Etwa 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben Betriebsrentensysteme. Davon arbeiten viele mit der entgeltabhängigen Rentenauszahlung mit gespaltener Bezugsformel, unterhalb und oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Fachleute sehen akuten Handlungsbedarf. Sie fordern Übergangsregelungen, die dringend in das Gesetz eingearbeitet werden müssten.

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