Forsa sieht Stoiber als Favoriten der Unionwähler

Wahlumfrage

Bei den Unions-Anhängern schlägt das Pendel immer deutlicher zugunsten von CSU-Chef Edmund Stoiber als nächstem Kanzlerkandidaten aus. Mit ausschlaggebend dafür ist nach einer aktuellen Forsa-Umfrage die Einschätzung, der bayerische Ministerpräsident sei politisch erfahrener, führungsstärker und kompetenter als CDU-Chefin Angela Merkel. Dagegen wird Merkel zugebilligt, verlässlicher, teamfähiger und ehrlicher zu sein. Stoiber erreicht nach den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen die größeren Kompetenzwerte in Fragen der Wirtschaft, bei der Inneren Sicherheit und der Außenpolitik. Merkel punktet bei Sozialpolitik und der Modernisierung von Staat und Gesellschaft. Forsa hatte für die Zeitung "Die Woche" am 4. und 5. Oktober 1.005 Bürger befragt.

Bei einer weiteren Befragung von 2.007 Bundesbürgern lag die SPD in der Wählergunst weiter deutlich vor der Union. Nach der Umfrage erreichen die Sozialdemokraten unverändert bei 42 Prozent. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen büßt die Union gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt ein und kommt jetzt auf 34 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 8, die Grünen bei 6 Prozent. Die PDS verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 6 Prozent.

Rot-Grün käme damit zusammen auf 48 Prozent gegenüber 42 Prozent für Union und FDP. SPD und FDP könnten zusammen mit 50 Prozent eine Mehrheit erreichen.

Bei der Frage nach den Kanzlerpräferenzen baut Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) den Vorsprung gegenüber seinen möglichen Herausforderern von der Union aus. Den Vergleich mit CSU-Chef Stoiber gewinnt der SPD-Chef jetzt mit 49 zu 31 Prozent (Vorwoche: 48 zu 32 Prozent). Schröder vergrößert auch seinen Vorsprung gegenüber CDU-Chefin Angela Merkel. Diese Alternative entscheidet er jetzt mit 57 zu 22 Prozent für sich (Vorwoche: 56 zu 23 Prozent).