Holzstoßdämpfer sollen Katastrophe bei Castor-Absturz verhindern

Nachbesserungen in Gorleben

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) reagiert jetzt mit Nachbesserungen im Zwischenlager Gorleben auf Zweifel an der Sicherheit der Castorbehälter. Um einen harten Aufprall der mehr als 100 Tonnen schweren, gusseisernen Behälter nach einem möglichen Sturz abzumildern, soll der Betonboden in der Halle des Zwischenlagers Gorleben mit einem "Holzstoßdämpfer" versehen werden, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" in ihrer Montagausgabe. Außerhalb des gedämmten Bereichs soll die Höhe des Hallenkrans so begrenzt werden, so dass der Castor am Kranhaken nicht höher als 25 Zentimeter über dem Hallenboden schweben kann.

Die Nachbesserung teilte das BfS in Salzgitter der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg in einem Schreiben mit. Die Behörde, die die Atomtransporte nach Gorleben genehmigt, reagiert damit auf den Vorwurf der Atomkraftgegner, Castoren vom Typ HAW 20/28 könnten nicht einmal einen Sturz aus drei Metern Höhe unbeschadet überstehen. Ein solcher Unfall ist möglich, wenn die Behälter mit dem Kran zu den vorgesehenen Stellplätzen befördert werden. Wissenschaftler der Universitäten Hannover und Hamburg hatten die Sicherheit des Behälter nach neuesten Berechnungen ebenfalls in Zweifel gezogen.