terroranschläge Nachrichten & Informationen

NINE ELEVEN: Zehn Jahre 9/11 – zehn Jahre „Antiterror“-Kriege

Eine desaströse Bilanz

In einer Stellungnahme zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 bilanzierten Horst Trapp und Peter Strutynski vom Bundesausschuss Friedensratschlag die desaströse Bilanz des damals von US-Präsident Bush eingeleiteten sog. „Kriegs gegen den Terror“ („war on terror“).

Kondolenz anlässlich des Doppelanschlags

Kondolenz anlässlich des Doppelanschlags in Norwegen

Wir sind in Gedanken bei den Familien:

Bundestag gedenkt Opfer der "Terroranschläge" vor sechs Jahren

11. September 2001

Der Bundestag hat am 11. September der Opfer der "Terroranschläge" in den USA vor sechs Jahren gedacht. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sagte zu Beginn der parlamentarischen Beratungen nach der Sommerpause, der Gedenktag sei auch eine Aufforderung, entschlossen jeder Form von Terrorismus entgegenzutreten.

Vier Exposionen - wenige Verletzte in London

Terroranschläge

Genau zwei Wochen nach den Londoner Terroranschlägen hat es am Donnerstag in der britischen Hauptstadt wiederum vier Explosionen in öffentlichen Verkehrsmitteln gegeben. Es gab einige wenige Verletzte.

Terroranschläge in London fordern mindestens 33 Menschenleben

Erschütterung

Bei mehreren Explosionen in der Londoner U-Bahn und in einem Linienbus sind am heutigen Donnerstag mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen und mehrere hundert verletzt worden. Der Anschlag löste in Paris, Washington und Berlin verstärkte Sicherheitsvorkehrungen aus. In einem Internetforum tauchte ein Bekennerschreiben des islamischen Terrornetzes El Kaida auf. Darin hieß es, die Anschläge sollten die "Kreuzfahrerregierung" Großbritanniens wegen ihres Truppeneinsatzes in Afghanistan und im Irak treffen. Die Echtheit des Schreibens wird noch geprüft.

Sicherheit der Atommüll-Lager bei Terroranschlägen angezweifelt

Gericht will Geheimunterlagen sehen

In der gerichtlichen Auseinandersetzung um den Schutz der Bürger in Nordschwaben hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof jetzt zwei Entscheidungen getroffen: Einerseits wurde die Klage gegen den Sofortvollzug abgewiesen, weil das Gericht meint, daß der Rechtsschutz der Bürger allein durch das gerichtliche Hauptverfahren gewährleistet würde. Andrerseits besteht im Hauptverfahren das Gericht darauf, daß das Bundesamt für Strahlenschutz die bisher geheim gehaltenen Unterlagen vorlegt, in denen angeblich bewiesen wird, daß die Zwischenlager auch terroristischen Angriffen standhalten können.

AKW Isar 1 extrem anfällig gegen Terroranschläge

Geheimbericht

Seit fast einem Jahr liegen dem Bundesumweltminister und seinen Länderkollegen die Berichte: "Schutz der deutschen Kernkraftwerke vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge in den USA vom 11. September 2001" sowie "Schadensszenarien und erwartete Ergebnisse für einzelne Anlagen in Deutschland" vor. Sie werden geheim gehalten, um angeblich Terroristen keine Hinweise zu geben. Man müsse allerdings annehmen, daß das wahre Geheimhaltungsmotiv sei, dass man der Bevölkerung nicht die Wahrheit über die ungeheuren Gefahren sagen will, vermutet die Energiewende atomkraftfreies Schwaben e.V. Denn nach den Aussagen dieses Geheimberichts sind einige deutsche AKWs bei Terroranschlägen extrem gefährlich.

Fliegen soll jetzt sicherer sein

Ein Jahr nach den Terroranschlägen

Ein Jahr nach den Terroranschlägen in den USA ist Fliegen ist nach Ansicht der Pilotenvereinigung Cockpit sicherer geworden. Ein Fall wie der 11.9. könne heute "nicht mehr so ohne weiteres passieren", sagte Cockpit-Sprecher Georg Fongern am Mittwoch im Deutschlandfunk. Als Grund nannte er die verschärften Sicherheitsvorkehrungen wie stärkere Gepäckkontrollen und den Einsatz von bewaffneten Sky Marshals in den Flugzeugen, aber auch die größere Wachsamkeit von Passagieren.

Trittin kritisiert Atomkraftwerksbetreiber scharf

Kein Schutz vor Terroranschlägen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) wirft den Betreibern von Kernkraftwerken und Aufsichtsbehörden "eklatante Mängel im Sicherheitsverständnis" vor. Die technisch ausgereiftesten Atomkraftwerke nützten nichts, "wenn diejenigen, die sie bedienen, schlampig arbeiten und sich über die Bedienvorschriften hinwegsetzen", sagte Trittin der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". Es sei "nicht hinnehmbar", dass sich weder Gutachter noch die Länder-Atomaufsicht an dieser Praxis stoßen. Nach dem geltenden Atomgesetz müßten die Betriebsgenehmigungen eigentlich entzogen werden, wenn die Betreiber sich als "unzuverlässig" erweisen.

Verkehrsminister kritisiert Kündigungen nach Terroranschlägen

Flugversicherungen

Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) kritisiert das Verhalten von Versicherungsunternehmen, die nach den Anschlägen in den USA bestehende Verträge mit Fluggesellschaften innerhalb einer Woche gekündigt hatten. "Wäre der Bund hier nicht mit der Staatsgarantie eingesprungen, wäre in der vergangenen Woche in Deutschland keine Maschine mehr gestartet", sagte Bodewig der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch.

Weiter Streit um militärische Antwort auf Terroranschläge

Bundestag

Der Bundestag hat sich gut zwei Wochen nach den Terrorangriffen auf die USA erneut an die Seite der Vereinigten Staaten gestellt und gleichzeitig über das notwendige Ausmaß eines militärischen Gegenschlags gestritten. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) warnte vor einer abstrakten Debatte und kündigte an, Deutschland werde "über kurz oder lang konkret mit der Bündnispflicht konfrontiert". Vor diesem Hintergrund forderte die Union zusätzlichen Mittel für die nach ihrer Ansicht dramatisch unterfinanzierte Bundeswehr.

Zahl der vermissten Deutschen nach Terroranschlägen sinkt weiter

Opfer

Die Zahl der vermissten Deutschen nach den Terroranschlägen in den USA ist weiter gesunken. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes konnte bis zum Montagnachmittag zu 178 Vermissten in New York noch kein Kontakt hergestellt werden. Am Freitag lag die Zahl noch bei 600 und am Montagmittag bei 205 Personen. Die aktuelle Zahl sei aber weiterhin noch nicht belastbar, betonte eine Außenamtssprecherin. Man gehe davon aus, dass sich die Vermisstenzahl weiter reduzieren werde.

Ermittlungen und Reaktionen auf die Terroranschläge in den USA

Der zweite Tag danach

Auf der Suche nach den Drahtziehern der Anschläge in den USA führt eine Spur nach Hamburg. Die Polizei nahm in der Nacht zu Donnerstag eine Frau aus einer Wohnung im Stadtteil Harburg mit, um sie als Zeugin zu vernehmen. Zudem durchsuchten Beamte des Landeskriminalamtes in demselben Stadtteil eine leer stehende Wohnung. Dort lebten möglicherweise bis zum Frühjahr dieses Jahres mehrere Männer arabischer Herkunft, die in Verbindung mit den Anschlägen stehen könnten. Generalbundesanwalt Kay Nehm zog inzwischen die Ermittlungen an sich, wie ein Hamburger Polizeisprecher bestätigte. Als hauptverantwortlich für die Anschläge gilt nach wie vor der aus Saudi-Arabien stammende Terrorist Osama Bin Laden.

Terroranschläge erschüttern die USA

Washington/New York

Die USA wurden gestern von spektakulären Terroranschlägen erschüttert. In das World Trade Center in New York rasten im Abstand von 18 Minuten zwei Flugzeuge. Mehrere Stockwerke beider Türme standen danach in Flammen. Beide Türme stürzten in sich zusammen. Auch in das Pentagon in Washington raste ein Flugzeug. Im US-Außenministerium brach ebenfalls ein Großfeuer aus. Das Weiße Haus wurde evakuiert.

Solidaritätsdemonstration in Berlin geplant - Muslime verurteilen Terror

Nach den Terroranschlägen in den USA

Deutsche Spitzenpolitiker rufen aus Solidarität mit den Amerikanern zu einer Kundgebung am Freitag in Berlin auf. CDU-Chefin Angela Merkel sagte am Mittwoch in Berlin, diesem Vorschlag hätten alle Fraktionen und Parteien zugestimmt. Geplant seien Ansprachen des Bundespräsidenten und des US-Botschafters. Merkel fügte hinzu, sie erhoffe sich "eine machtvolle Demonstration" Deutschlands mit den Vereinigten Staaten. Die CDU-Vorsitzende sagte: "Amerika hat uns in schweren Stunden geholfen." Jetzt sei es an der Bundesrepublik, jedwede Unterstützung anzubieten.

Regierungserklärung von Bundeskanzler Schröder im Deutschen Bundestag:

Zu den Terroranschlägen in den USA

Auszüge aus der Regierungserklärung von Bundeskanzler Gerhard Schröder: "Der gestrige 11. September 2001 wird als ein schwarzer Tag für uns alle in die Geschichte eingehen. Noch heute sind wir fassungslos angesichts eines nie dagewesenen Terroranschlags auf das, was unsere Welt im Innersten zusammenhält. Wir wissen noch nicht, wer hinter dieser Kriegserklärung an die zivilisierte Völkergemeinschaft steht. Wir wissen noch nicht einmal, wie viel Tausende ganz und gar unschuldige Menschen den feigen Attentaten zum Opfer gefallen sind. Was wir wissen und erfahren ist aber, jetzt geht es darum, unser Mitgefühl, unsere Solidarität zu zeigen. Solidarität mit der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika, und zwar Solidarität aller, die für Frieden und Freiheit einstehen in Deutschland, in Europa, überall auf der Welt."

Reaktionen auf die Terroranschläge in den USA

Der Tag danach

Der Bundessicherheitsrat ist am Mittwochvormittag in Berlin erneut zusammengetreten. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will die Partei- und Fraktionsvorsitzenden sowie die Öffentlichkeit am Mittag über die Ergebnisse informieren. Am Nachmittag wird Gerhard Schröder dem neuen amerikanischen Botschafter Dan Coats einen Kondolenzbesuch abstatten. Coats hatte mit seiner Frau am Vormittag die Regierungserklärung des Kanzlers im Bundestag verfolgt. Nach dem ökumenischen Trauergottesdienst am Vormittag in er Berliner St. Hedwigs Kathedrale wird sich Schröder zudem mit Bundespräsident Johannes Rau treffen, um die Lage zu erörtern. Rau hatte am Dienstag seine Skandinavien-Reise abgebrochen und war nach Berlin zurückgekehrt.

DRK bietet 2.000 Blutspenden für die USA an

Hilfe nach den Terroranschlägen

Die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes sind nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, sofort bis zu 2.000 Blutkonserven in die USA zu liefern. "Die Bereitstellung ist kein Problem. Unklar ist bislang, wie die Konserven in die USA geliefert werden sollen, da es keine Zivilflüge mehr gibt", sagte der Pressereferent des nordrhein-westfälischen Blutspendedienstes des DRK, Heinz Kapschak, am Mittwoch in Münster.

Keine Opfer bei Deutscher Bank - Ein Siemens-Mitarbeiter schwer verletzt

Terroranschläge in den USA

Die rund 370 im World Trade Center (WTC) beschäftigten Mitarbeiter der Deutsche Bank in New York sind bei dem Terroranschlag offenbar nicht zu Schaden gekommen. Darauf deute der bisherige Kenntnisstand hin, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Mittwoch auf Anfrage von vwd. Die Mitarbeiter hätten in mehreren Etagen im unteren Teil des Wolkenkratzers gearbeitet und seien am Tag des Anschlags nach bisherigen Informationen rechtzeitig evakuiert worden.

Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin abgesagt

Wegen Terroranschlägen

Das Jüdische Museum Berlin wurde nicht wie geplant am Dienstagabend für das Publikum eröffnet. Der Grund seien Trauer und Anteilnahme für die Opfer der Terroranschläge in den USA, sagte eine Sprecherin des Hauses. Man verzichte "nicht aus Sicherheitsgründen" auf die Eröffnung der Dauerausstellung, betonte sie. Ursprünglich sollte das Haus ab 19.00 Uhr und bis 01.00 Uhr früh erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich sein.