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Das Milliarden-Vorhaben Chipfabrik Frankfurt/Oder

Chronologie

14. Juli 2000: Frankfurts Stadtverordnete stimmen dem Entwurf eines Bebauungsplans für das künftige Chipfabrik-Gelände nahe der Autobahn Berlin-Polen zu. 7. Februar 2001: Land und Betreibergesellschaft Communicant geben den Bau der Chipfabrik erstmals öffentlich bekannt. Strategische Investoren sind Intel und das Frankfurter Institut für Halbleiterphysik (IHP). Die Produktion soll im ersten Quartal 2003 starten.

  1. Februar 2001: Brandenburgs Finanzministerin Dagmar Ziegler (SPD) verweist auf eine "gravierende Finanzierungslücke". Zudem kritisiert sie die Auswirkungen auf die Haushalts- und Finanzplanung.
  1. April 2001: Der Termin der Grundsteinlegung wird von der letzten April-Woche auf Juni verlegt.
  1. Juni 2001: Die Deutsche Bank steigt als Berater und Koordinator in die Finanzverhandlungen ein.
  1. Juni 2001: Die für den 18. Juni angepeilte Grundsteinlegung wird "wegen Terminschwierigkeiten von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)" erneut auf unbestimmte Zeit verschoben. Mitte Juni: Communicant kauft das 33 Hektar große Grundstück für die neue Chipfabrik.
  1. Juli 2001: Fürniß gibt den Abschluss der Verhandlungen mit dem Emirat Dubai bekannt.
  1. September 2001: Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) kündigt an, dass die Finanzierung "bis Ende 2001/Anfang 2002" stehen dürfte. Es gelte jedoch, "noch ganz erhebliche Mittel einzuwerben".
  1. September 2001: Die Terroranschläge in den USA verzögern die Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern.
  1. September 2001: Der brandenburgische Landtag gibt grünes Licht für eine rund 38-Millionen-Euro (74-Millionen-Mark)-Garantie. Damit wird ein rund 47-Millionen-Euro (92-Millionen-Mark)-Kredit aus Dubai für die ersten Bauarbeiten abgesichert.
  1. Oktober 2001: Communicant gewinnt weitere Geldgeber. In den USA sind laut Communicant mehrere Absichtserklärungen über Anteilskäufe unterzeichnet worden.
  1. November 2001: Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der PDS-Landtagsfraktion Esther Schröder wirft der Landesregierung eine "extrem risikobehaftete Finanzierungsstrategie" vor. Noch immer klaffe eine Finanzlücke von rund 204,5 Millionen Euro (400 Millionen Mark) allein auf privater Seite.
  1. November 2001: Der Bau der 9000 Quadratmeter großen Bodenplatte beginnt. Communicant reicht die Unterlagen für das Bewertungsverfahren durch die EU ein. Ein positiver Entscheid ist Voraussetzung für die Gewährung staatlicher Beihilfen.
  1. Dezember 2001: Communicant muss einräumen, dass die Finanzierung der Chipfabrik weiter nicht gesichert ist. Die Gespräche befänden sich aber "in der entscheidenden Phase".
  1. Februar 2002: Ein Jahr nach Bekanntgabe der Chipfabrik-Pläne sind 4500 Bewerbungen eingegangen. Communicant zeigt sich optimistisch, dass der Finanzplan bald endgültig gesichert ist. Bis zum Frühjahr erwartet das Unternehmen einen positiven Bescheid der EU bezüglich der Förderung.
  1. März 2002: Der Haushaltsausschuss folgt einer Empfehlung des Kabinetts und gibt grünes Licht für die Landesbeteiligung an der Chipfabrik in Höhe von 38 Millionen Euro. Die Beteiligung soll über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) erfolgen.
  1. Juni: Communicant gibt bekannt, dass die Verträge mit den Investoren unterzeichnet wurden und somit das notwendige Eigenkapital gesichert ist.

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