Keine Annäherung zwischen Grünen-Spitze und Atomkraftgegnern

Atomkonsens

Zwischen der Grünen-Spitze und Atomkraftgegnern gibt es bei der Bewertung des Atomkonsenses keine Annäherung. Ein Treffen mit den beiden Grünen-Bundesvorsitzenden Fritz Kuhn und Claudia Roth sowie den Bürgerinitiativen gegen das Zwischenlager Gorleben brachte am Donnerstag im niedersächsischen Waddeweitz kein Ergebnis. Kuhn kündigte für das kommende Jahr "eine stärkere offene Diskussion über die Kriterien für eine nationale Endlagerstätte" an. Der Bundesvorstand sei der Auffassung, dass "Gorleben nicht der geeignete Standort ist".

Die Transporte von deutschem Atommüll aus dem Ausland nach Gorleben seien aber ein Teil des Atomkonsenses, der "einen Fortschritt darstellt für einen Ausstieg aus der Atomenergie", sagte Kuhn. Der nächste Atommülltransport nach Gorleben ist für den Herbst geplant. Der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, sah in dem Treffen "keinerlei Annäherung in der Einschätzung des Atomkonsenses". Er sehe sich politisch und moralisch im Recht, gegen weitere Transporte auf die Straße zu gehen. Das Konzept der Transporte in Castor-Behältern und die fortgesetzte Wiederaufbereitung im Ausland seien nicht hinnehmbar.

An den Gesprächen beteiligten sich von den Grünen außerdem die niedersächsische Landesvorsitzende Heidi Tischmann sowie die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Rebecca Harms. Sie sprachen mit Vertretern der Anti-Atombewegung wie der Vorsitzenden der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Rosi Schoppe, sowie dem Sprecher der Initiative X-tausendmalquer, Jochen Stay.