Weltgrößter Solarpark geht in Bayern ans Netz

Solarenergie

Der größte Solarpark der Welt ist in Hemau bei Regensburg ans Netz gegangen. 32 740 Module in 40 Photovoltaik-Anlagen sollen für E.ON Bayern jährlich knapp vier Millionen Kilowattstunden Strom liefern, wie der Bauherr, die Hamburger voltwerk AG, am Montag mitteilte. Die Spitzenleistung liege bei 4,0 Megawatt und damit deutlich höher als beim bisher weltgrößten Solarprojekt im italienischen Serre mit 3,3 Megawatt. Die Investitionskosten möchte voltwerk vollständig durch Beteiligungen privater und institutioneller Anleger refinanzieren.

Der Solarpark ist auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik entstanden. Die Bauzeit betrug nur zwölf Wochen. Hemaus Bürgermeister Hans Pollinger (CSU) sagte zur Eröffnung, aktiver Klimaschutz beginne vor der eigenen Haustür. Der Solarpark soll nach seinen Worten in den nächsten 20 Jahren die Freisetzung von mehr als 71 000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermeiden.

Nach Aussage von Unternehmenssprecher Thorsten Vespermann ist bereits ein Viertel der Baukosten in Form von Beteiligungen wieder eingeworben. Jede der 40 Photovoltaikanlagen wird durch eine GmbH und Co. KG betrieben, an der man sich mit einer Mindesteinlage von 5000 Euro beteiligen kann. Das Risiko geringerer Sonneneinstrahlung als vom Deutschen Wetterdienst prognostiziert wird zu 90 Prozent von einer Versicherung abgedeckt. Der Preis pro Kilowattstunde Strom ist nach Unternehmensangaben 20 Jahre lang auf 48,1 Cent festgelegt. Für die Anleger ergebe sich damit eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von 7,6 Prozent nach Steuern und Ausschüttungen.

Die voltwerk AG, 1998 unter dem Namen "Heidelberg Solar" gegründet, hat bisher in Deutschland 9 Solaranlagen und 39 Windkraftanlagen nach dem gleichen Muster gebaut. 2003 seien Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von 10 Megawatt geplant, sagte Vespermann. Die Standorte stünden allerdings noch nicht fest.