"Wirtschaftspolitik verstehen, um sie zu verändern"

Attac-Bildungsangebote

Während in ganz Deutschland die Schul- und Semesterferien anbrechen, weitet das globalisierungskritische Netzwerk Attac sein Bildungsangebot erheblich aus: Mit neuen Vortragsangeboten, einem Seminarprogramm, Unterrichtsmaterialien und der fünftägigen Attac-Sommerakademie soll die fachliche Auseinandersetzung mit der Globalisierung vorangetrieben werden. "Immer mehr Menschen merken: Um Politik verändern zu können, müssen wir die Zusammenhänge der Wirtschaftspolitik verstehen", sagte Astrid Schaffert, die die Bildungsaktivitäten von Attac koordiniert.

Höhepunkt der Weiterbildungsangebote ist die Sommerakademie, die in diesem Jahr vom 1. bis 6. August in Münster stattfindet. Mehrere hundert TeilnehmerInnen werden sich in Seminaren, Workshops und Podiumsdiskussionen mit den Inhalten der Globalisierungskritik beschäftigen und das Handwerkszeug für erfolgreiche politische Kampagnen erwerben. Neben der Vermittlung von Wissen ist besonders der Erfahrungsaustausch der Aktiven wichtig, berichtet Karsten Peters von der Vorbereitungsgruppe der Sommerakademie: "Das Interesse ist generationsübergreifend: Rentner und Schülerinnen sitzen dort in den gleichen Seminaren."

Auch das generelle Vortragsangebot von Attac ist ausgeweitet worden: Aktuelle Themen wie die Zerschlagung der sozialen Sicherungssysteme und die nächste WTO-Tagung im September in Cancún sind neu aufgenommen worden. Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres sind mehr als 250 Attac-ReferentInnen für öffentliche Veranstaltungen vermittelt worden. Zudem bietet Attac nun ein Seminarprogramm an, in dem Mitglieder sich für die Arbeit vor Ort weiterbilden können. "Das 1x1 der Ökonomie" ist ebenso dabei wie "Kreativität in der politischen Arbeit". In Arbeit sind außerdem Unterrichtsmaterialien, um LehrerInnen zu unterstützen, die das Thema Globalisierung im Unterricht behandeln wollen.