FDP für Atomenergie und Kernfusion

Energieprogramm

Die FDP tritt für die weitere Nutzung und Entwicklung der Atomenergie ein. Insbesondere an der Kernfusion müsse weiter geforscht werden, sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Walter Hirche, am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Energieprogramms der FDP in Berlin. Die konventionelle Atomenergie solle dagegen zunächst als so genannte Übergangsenergie weiter betrieben werden, heißt es in dem Papier. Zugleich solle "die Option zur zukünftigen Nutzung" der Atomenergie offen bleiben.

Ein von der Bundesregierung geplantes Importverbot für Atomstrom aus Osteuropa lehne die FDP ab, sagte Hirche weiter. Deutschland müsse dagegen als Stromabnehmer Einfluss auf die Sicherheitsstandards osteuropäischer Atomkraftwerke nehmen.

Erneuerbare Energien will die FDP nur zeitlich befristet fördern. Zudem sollen Subventionen für regenerative Energieträger über den Staatshaushalt und nicht durch die Stromkunden finanziert werden. Bei der Windenergie treten die Liberalen für eine mittelfristige Förderung von vor der Küste gelegenen so genannten Offshore-Anlagen ein. Dagegen solle die Förderung von Windenergie im Binnenland eingeschränkt werden, weil viele der bereits bestehenden Anlagen ineffizient seien.