Wissenschaftlicher Beirat von Attac gegründet

Fundierte Globalisierungskritik

"Die globalisierungskritische Bewegung braucht wissenschaftliche Expertise" erklärte Prof. Birgit Mahnkopf (Berlin) bei der konstituierenden Sitzung des wissenschaftlichen Beirats am 27. April in Hannover. Frau Mahnkopf hatte zusammen mit ihren Kollegen Prof. Friedhelm Hengsbach (Uni Frankfurt), Prof. Huffschmid (Uni Bremen) und Dr. Margit Schratzenstaller (Uni Giessen) die Initiative zur Gründung des Beirats ergriffen.

Bisher haben sich 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Initiative angeschlossen, darunter die Mitglieder der Enquête-Kommission Globalisierung des Bundestages Prof. Brigitte Young, Prof. Elmar Altvater und Prof. Jörg Huffschmid. "Der Beirat ist keine geschlossen Gesellschaft," erklärte Mahnkopf, "Kolleginnen und Kollegen aus allen Disziplinen sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen."

Gastredner war der Finanzwissenschaftler Dominique Plihon (Universität Paris), der die Arbeit des wissenschaftliche Beirats von Attac Frankreich darstellte. Der französische Beirat umfasst 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Expertise nicht nur von Attac sondern auch von der französischen Regierung und den Gewerkschaften in Anspruch genommen wird.

Die deutsche Expertengruppe beschloss, sich zunächst mit dem Thema "öffentliche Finanzen" sowie dem Zusammenhang zwischen ökonomischen Prozessen der Globalisierung und politischer Destabilisierung, Gewalt, Krieg und Terrorismus zu befassen.