Hartz-Kommission hat schwerbehinderte Arbeitslose vergessen

Vorwurf des VdK

Arbeitslose Schwerbehinderte kommen in den Vorschlägen der Hartz-Kommission nicht vor. Das kritisierte der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger. "Die Kommission hat die schwerbehinderten Menschen schlicht vergessen und hat deren Probleme der Arbeitslosigkeit ausgeklammert", sagte Hirrlinger. Er apellierte an die politisch Verantwortlichen, die Rahmenbedingungen für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter zu verbessern.

Schwerbehinderte Menschen hätten es aufgrund der Konkurrenzsituation mit Nichtbehinderten besonders schwer, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Hirrlinger forderte die Arbeitgeber auf, mehr Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen und erinnerte an die aktuelle Kampagne "50.000 Jobs für Schwerbehinderte". Er verwies darauf, dass die Einrichtung barrierefreier Arbeitsplätze für Arbeitgeber aufgrund von zusätzlichen Fördermöglichkeiten keine Mehrausgaben nach sich ziehen.

"Wer mehr Flexibilität von Arbeitslosen fordert, und dazu zählen auch arbeitslose schwerbehinderte Menschen, muss beispielsweise dafür sorgen, dass diese ihre Stellen auch antreten können", sagte Hirrlinger. "Voraussetzung dafür ist eine barrierefreie Infrastruktur."