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Grüne sollen Agenda 2010 begrünen

Sonderparteitag

Vom Sonderparteitag von Bündnis 90/Die Grünen am kommenden Wochenende in Cottbus verlangt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Aufnahme ökologischer Inhalte in die Agenda 2010. Es sei Aufgabe der Bündnisgrünen, ungenutzte Potentiale im Umweltschutz zu thematisieren und in praktisches Handeln umzusetzen. Änderungen seien insbesondere in den Bereichen Verkehr und Landwirschaft nötig.

In einem Offenen Brief an die Delegierten des Sonderparteitages fordert die BUND-Bundesvorsitzende Dr. Angelika Zahrnt, dass die Bündnisgrünen versuchen müssten, wirtschaftliche und soziale mit den notwendigen ökologischen Reformen zu kombinieren. Mehr Nachhaltigkeit in der Politik sei aber auch zentrale Aufgabe für jede andere Partei. Auf diesem Weg helfe nur eine Agenda, die alle Möglichkeiten für effizientes und umweltgerechtes Wirtschaften erschließe.

Korrekturbedarf sieht der BUND vor allem in der Verkehrs- und Agrarpolitik. Naturzerstörende und teure Kanal- und Autobahnprojekte müssten gestoppt, Subventionen u.a. in die agrarische Überproduktion und in Massentieranlagen umgeschichtet werden. Der Ausbau der Bahn, Klimaschutzmaßnahmen, naturnaher Tourismus und eine umweltgerecht produzierende Landwirtschaft böten enorme Arbeitsplatzpotentiale. Auch die notwendige Weiterentwicklung der Ökosteuer schaffe zusätzliche Arbeitsplätze und begrenze den Ressourcenverbrauch.

Eine Vorreiterrolle in der Umweltpolitik sei für Deutschlands der beste Weg, alle Chancen auf dem wachsenden Weltmarkt für umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen zu nutzen. Die Bündnisgrünen müssten "ihren Einfluss auf die SPD nutzen, um die Agenda 2010 entscheidend zu begrünen", sagte Zahrnt.

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