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Klinikvorstände fordern Möllring zum Einlenken auf

Ärztestreiks

Im Tarifkonflikt an den Universitätskliniken fordern die baden-württembergischen Klinikvorstände den Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Hartmut Möllring (CDU), zum Einlenken auf. Möllring müsse die Tarifverhandlungen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund wieder aufnehmen, verlangten die Direktoren der Unikliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm am Donnerstag gemeinsam in Stuttgart. Für den Fall, dass es nicht zu einer bundesweiten Lösung kommt, riefen sie den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) auf, sich einem Kompromiss auf Landesebene zu öffnen.

Der kaufmännische Direktor der Uniklinik Tübingen und Vorsitzende des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), Rüdiger Strehl, bezeichnete die Auffassung Möllrings, der ver.di-Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gelte auch für die Kliniken, als "fragwürdig". Der ver.di-Abschluss sei kein moderner Tarifvertrag, der der Situation der Ärzte gerecht werde.

Strehl äußerte auch Kritik am Marburger Bund. Die Forderung nach 30 Prozent mehr Geld sei von vornherein überhöht gewesen. Auch betreibe die Ärztegewerkschaft ein "Verwirrspiel" mit undurchsichtigen Vergütungstabellen.

Die TdL berät am Donnerstagmittag in Hannover über das weitere Vorgehen im Tarifstreit. Anschließend will der TdL-Vorsitzende Möllring auf einer Pressekonferenz über die Haltung der öffentlichen Arbeitgeber informieren.

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