Krebshilfe unterstützt EU-Vorstoß für Rauchverbot am Arbeitsplatz

"Der beste Gesundheitsschutz"

Die Deutsche Krebshilfe hat den Vorstoß von EU-Arbeitskommissar Vladimir Spidla für ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz begrüßt. "Das ist der beste Gesundheitsschutz - endlich auch für die in der Gastronomie beschäftigten Arbeitnehmer", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Nettekoven der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Umsetzung einer EU-Richtlinie führe dazu, dass für alle 16 Bundesländer das gleiche, umfassende Rauchverbot gelten würde. "Derzeit haben wir in Deutschland einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen, der nur zur Verwirrung führt", kritisierte Nettekoven. Er bemängelte zugleich, dass derzeit auf Länderebene Rauchverbote nach und nach verwässert würden.

EU-Länder wie Irland oder Italien haben jetzt schon ein fast vollständiges Rauchverbot in Restaurants oder am Arbeitsplatz. Derzeit befragt die EU-Kommission Arbeitgeber und Gewerkschaften zu Spidlas Plänen. Ein Gesetzesvorschlag wird möglicherweise erst von der neuen EU-Kommission eingebracht, die im Herbst 2009 ihre Arbeit aufnimmt. Einer europaweiten Richtlinie, die ein Rauchverbot festschreibt, müssten dann auch noch das Europäische Parlament und die EU-Staaten zustimmen.