Internationales Rotes Kreuz will Inhaftierte in Afghanistan besuchen

Afghanistan-Festnahme

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bemüht sich um einen Besuch bei den vor zweieinhalb Wochen in Afghanistan festgenommenen Mitarbeitern von „Shelter Now“. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Donnerstag auf ddp-Anfrage, ein direkter Kontakt zu den Inhaftierten wäre ein „großer Fortschritt“.

Dies sei von Anfang an Anliegen der Bundesregierung gewesen. Auch die drei westlichen Diplomaten hätten bei ihrer Reise nach Kabul auf einen solchen Besuch gedrängt. Ein Zeitrahmen für einen möglichen Kontakt zu den Inhaftierten besteht nach Worten des Sprechers bislang aber noch nicht. Das Auswärtige Amt hoffe jedoch auf einen möglichst schnellen Besuch.

Ein direkter Kontakt wäre für die Inhaftierten eine große Erleichterung, sagte der Sprecher weiter. Zudem könnten sich die neutralen Vertreter des Roten Kreuzes ein Bild vom Gesundheitszustand der „Shelter Now“-Mitarbeiter machen. Die Medikamente und Hygiene-Artikel, die die Diplomaten Anfang der Woche mitgebracht hätten, seien nachweislich bei den Inhaftierten angekommen, betonte der Sprecher.

Unterdessen bemühen sich die drei westlichen Botschaftsvertreter um ein erneutes Einreise-Visum für Afghanistan. Die Diplomaten wollten sich weiterhin vor Ort um die Freilassung der Inhaftierten bemühen, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes.