3,789 Millionen Erwerbslose im August

Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August im Vergleich zum Vormonat um 10.000 auf 3,789 Millionen gesunken. Das gab der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, am Mittwoch in Nürnberg bekannt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jedoch 8.100 Personen mehr erwerbslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb mit 9,2 Prozent gegenüber Juli stabil. Die Zahl der Kurzarbeiter sank ebenfalls. Sie ging um gut 10.000 auf 92.137 nach 103.052 im Vormonat zurück.

Im Westen registrierten die Arbeitsämter 2.446.500 Erwerbslose, das ist ein Anstieg um 1.000. Die Quote beträgt dort 7,3 Prozent. In den neuen Ländern waren 1.342.300 Personen ohne Job. Das ist ein Rückgang um 11.000. Die Quote beträgt dort 17,1 Prozent.

Die CSU sieht in den jüngsten Arbeitslosenzahlen den Beleg für die falsche Weichenstellungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) . Da im August 9.000 Menschen mehr ohne Arbeit seien als im Vorjahresmonat, sei eine negative Wendemarke erreicht worden, sagte der CSU-Sozialexperte Johannes Singhammer am Mittwoch in Berlin. Allein aus demographischen Gründen hätten jedoch von August 2000 bis August 2001 mehr als 200.000 Arbeitslose weniger in der Statistik sein müssen. Schröder trage die Verantwortung für 209.000 Arbeitslose mehr in diesem Jahr. Singhammer forderte eine unverzügliche Korrektur bei den Gesetzen für 630-Mark-Jobs, Scheinselbstständigkeit, Teilzeit und Betriebsverfassung.