Journalist von Unbekannten erschossen

Indien/Uttar Pradesh

Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh ist am 14. April der Journalist Paritosh Pandey von Unbekannten ermordet worden. "Der Tod von Pandey steht offenbar im Zusammenhang mit seiner Recherche über organisiertes Verbrechen", meint Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen. "Gehen die Täter straflos aus, löst das weitere Verunsicherung und Angst bei Kollegen in der Region aus".

Der 32-Jährige arbeitete als Reporter für die lokale Tageszeitung Jansatta Express, berichtet die internationale Menschenrechtsorganisation zum Schutz der Pressefreiheit. Er veröffentlichte Artikel über kriminelle Machenschaften in seiner Heimatstadt Lucknow im Bundesstaat Uttar Pradesh. Am Abend des 14. April wurde Paritosh Pandey bei sich Zuhause von mehreren Unbekannten überfallen und mit fünf Kopfschüssen getötet. Die unbekannten Täter flüchteten. Seine Frau und seine Tochter waren nicht im Haus, als der Mord begangen wurde. Kollegen und Familienangehörige sind überzeugt, dass die Ermordung von Paritosh Pandey in Verbidung zu seinen Artikeln über die Mafia steht. Auch die örtliche Polizei schloss einen Zusammenhang nicht aus.

Nachdem Kollegen des Journalisten von dem kaltblütigen Mord erfahren hatten, zogen sie zur Polizeistation in Lucknow. Dort beschuldigten sie die Polizei, die Ermittlungen nicht ernsthaft genug zu führen und forderten eine schnelle Aufklärung der Tat. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem ein Journalist durch einen Schlag auf den Kopf verletzt wurde. Der Gouverneur des Bundesstaates, Vishnu Kant Shastri, will in den nächsten Tagen die ersten Ergebnisse der Untersuchung bekannt geben.