EU legt Aktionsplan für Energieeffizienz vor

Klimaschutz

Die EU-Kommission hat am Donnerstag, 19. Oktober, einen Aktionsplan für Energieeffizienz vorgelegt, der eine Primärenergieeinsparung um 20 Prozent bis 2020 vorsieht. Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket, vor allem in den Bereichen Strom, Gebäude und Verkehr, wolle die Kommission dieses Ziel erreichen. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) habe für Deutschland eine Energieeffizienzstrategie entwickelt, mit der eine Senkung des Primärenergieverbrauchs um 22 Prozent bis 2020 möglich sei.

Im Rahmen der EU-Öko-Design-Richtlinie sollten Mindesteffizienzanforderungen für bestimmte Gruppen energiebetriebener Produkte, darunter Klimaanlagen, Fernseher, Computer und Waschmaschinen festgelegt werden. Auch die Ausweitung der Energieverbrauchskennzeichnung und eine regelmäßige Aktualisierung der Klassifizierungen seien vorgesehen. Weiter wolle die EU-Kommission Mindestanforderungen für die Energieeffizienz neuer und renovierter Gebäude festlegen. Für Pkw werde eine aussagekräftigere Kennzeichnung des Kraftstoffverbrauchs gefordert. Schließlich werde die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Energieeffizienz als vorrangige Maßnahme eingestuft.

Die dena befürworte den in der EU-Richtlinie vorgesehenen Maßnahmenkatalog. Der Schwerpunkt solle vor allem auf den marktorientierten Maßnahmen liegen, weil es darum gehe, Märkte für Energieeffizienz zu entwickeln. Mit bundesweiten Kampagnen wie Initiative EnergieEffizienz und zukunft haus informiere und berate die dena schon heute Verbraucher in Privathaushalten, der Industrie und im Dienstleistungssektor, wie sie Kosten und Energie sparen könnten.