Greenpeace-Protest gegen neues Braunkohlekraftwerk in Boxberg

Vattenfall

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestiert gegen den Bau eines neuen Vattenfall-Kraftwerks im sächsischen Boxberg. 36 Umweltschützer hielten am 1. Oktober sieben Kräne auf der Baustelle besetzt, wie ein Sprecher der Organisation mitteilte. Die Aktion laufe "auf unbestimmte Zeit". An den Kränen wurden Flaggen mit dem Aufdruck "Stopp CO2" sowie "Klimaschutz statt Braunkohle" befestigt.

Der Energiekonzern hatte im Frühjahr den Grundstein für seinen vierten Kraftwerksblock in Boxberg gelegt. Dieser soll ab 2010 Strom auf Basis von Braunkohle erzeugen. In den Neubau investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben 800 Millionen Euro.

"Auf internationalen Konferenzen erklärt Deutschland, wie wichtig Klimaschutz ist, und hier werden weitere Braunkohlekraftwerke gebaut", kritisiert Karsten Smid von Greenpeace. "Das ist angesichts des Klimawandels unverantwortlich." Vattenfall müsse das Boxberg-Projekt stoppen und stattdessen in Erneuerbare Energien investieren, fordert die Organisation.

Die Energiekonzerne in Deutschland wollten in den nächsten Jahren 25 Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 23.000 Megawatt bauen. "Kein anderes Industrieland verfeuert so viel klimaschädliche Braunkohle wie Deutschland", kritisiert Greenpeace.