Ärzteorganisation wendet sich gegen Truppenaufstockung für Afghanistan

Abzug der Bundeswehr gefordert

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) lehnen die von der Bundesregierung geplante Aufstockung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan ab. Die Organisation reagierte damit auf die von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) vor dem NATO-Verteidigungsrat in Brüssel angekündigte Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents. Die IPPNW fordert einen "Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan" und einen "Ausstieg aus dem Krieg".

Die Bundesregierung solle jegliche Ausweitung des militärischen Engagements in dem Land unterlassen, fordert die Friedensorganisation.

Bezugspunkt bei einem Ausstiegskonzept dürfe nicht nur "die gegenwärtige US-gestützte Regierung Afghanistans" sein. Vielmehr müsse auch die afghanische Zivilgesellschaft intensiv einbezogen werden.

Die IPPNW kündigte an, sich im Bündnis mit anderen Organisationen der deutschen und internationalen Friedensbewegung an den Aktionen und Demonstrationen im kommenden Herbst gegen die Mandatsverlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan rege zu beteiligen.