"Alltagsdroge Nummer eins"

Drogenbeauftragte wirbt für maßvollen Alkoholkonsum zu den Festen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat einen maßvollen Alkoholkonsum zu Weihnachen und Silvester angemahnt. Bätzing nannte es in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" als problematisch, dass Alkohol "in unserer Gesellschaft absolut gesellschaftsfähig" sei. "Jeder kann selbstkritisch für sich überprüfen: Wann und wo trinke ich eigentlich wie viel Alkohol? Muss ich jetzt eigentlich das Glas Bier oder Wein trinken? Oder mache ich das nur, weil es andere auch tun?", sagte die Drogenbeauftragte.

Bätzing bezeichnete Alkohol als "die Alltagsdroge Nummer eins". Ihren Angaben zufolge gelten 1,6 Millionen Menschen in Deutschland als alkoholabhängig. Bei 9,5 Millionen stellt die Bundesregierung ein "riskantes Konsumverhalten" fest. Im Durchschnitt trinke ein Bundesbürger zehn Liter puren Alkohol pro Jahr. "Das ist im internationalen Vergleich immer noch sehr viel, auch wenn der Konsum in Deutschland in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist", sagte die Drogenbeauftragte.

Bei Jugendlichen seien sogenannte "Flatrate-Partys", bei denen Alkohol unbegrenzt zum Pauschalpreis verkauft wird, nach wie vor ein großes Problem, klagte Bätzing. Sie forderte die Kommunen auf, "Flatrate-Partys" zu untersagen. Die Kommunen hätten jetzt schon diese Möglichkeit, aber nicht alle machten davon Gebrauch. "Das deutsche Jugendschutzgesetz ist gut. Wir müssen nur dafür sorgen, dass es auch eingehalten wird", betonte Bätzing.

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