Regierung blockiert Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge

Sudan

Die Deutsche Welthungerhilfe wie auch weitere internationale Hilfsorganisationen werden von der sudanesischen Regierung daran gehindert, Flüchtlinge in der Krisenregion Darfur mit dringend benötigten Nahrungsmitteln zu versorgen. Rüdiger Ehrler, Projektmitarbeiter der Welthungerhilfe in Darfur erklärt: "Seit Anfang Mai warten wir auf die notwendige Genehmigung, um in der Umgebung der Stadt Kutum über 100.000 Flüchtlinge zu versorgen." Rund 1.100 Tonnen Nahrungsmittel, darunter Sorghum, Bohnen und Öl, ständen hierfür seit längerem vor Ort zur Verfügung.

In der Krisenregion sind über eine Million Menschen auf der Flucht vor dem Terror der von der Regierung unterstützten arabischen Reitermiliz Janjaweed. Viele von ihnen sind seit Wochen von der Versorgung mit Nahrungsmitteln abgeschnitten. Ohne Hilfe von außen ist mit Beginn der in Kürze eintretenden Regenzeit eine humanitäre Katastrophe zu befürchten.

Bereits seit 1998 ist die Deutsche Welthungerhilfe wieder im Sudan tätig, in der Region Darfur derzeit als einzige deutsche Hilfsorganisation. Sie unterstützt Projekte mit dem Gesamtvolumen von etwa 5 Mio. Euro im Bereich Land- und Viehwirtschaft, Gartenbau und Bewässerung, außerdem ist sie im Bereich der Konfliktbearbeitung tätig.