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Proteste gegen iranischen Vizepräsidenten wegen Menschenrechtsverletzungen

Ausstellung "Persiens Antike Pracht"

Bei der Eröffnungsfeier der Ausstellung "Persiens Antike Pracht" im Bochumer Bergbaumuseum kam es am Sonntag zu Protesten gegen die Anwesenheit hoher Repräsentanten der iranischen Regierung. Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum kritisierte die Einladung der Politiker, die für schwere Menschenrechtsverletzungen politisch verantwortlich seien.

Zu Beginn der Rede des iranischen Vizepräsidenten erhoben sich sechs Mitglieder der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum und hielten Plakate mit Buchstaben über ihre Köpfe, die das Wort "M-Ö-R-D-E-R" ergaben.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe hatte bereits im Vorfeld die Ausladung der iranischen Delegation gefordert. "Wer in persischer Erde gräbt, stößt auch auf die Leichen der Opposition, die Leichen der willkürlich Hingerichteten, der Verhafteten und Verschleppten, der Gefolterten und nicht zuletzt jener Frauen, die wegen Verstößen gegen die frauenverachtenden Unterdrückungsgesetze öffentlich ausgepeitscht oder gesteinigt werden", erklärte die Medizinische Flüchtlingshilfe unter Anspielung auf die Zusammenarbeit im Bergbausektor.

"Ich bin selbst Flüchtling aus dem Iran," erklärte einer der Protestierenden, "und ich kenne persönlich eine Reihe Freunde, die hingerichtet oder ermordet wurden. Wie kann man mit einem derart mörderischen Regime Geschäfte machen?" Er verwies auf Berichte von amnesty international und klagte die Hinrichtung Minderjähriger. Ein anderer Sprecher wies auf die Verfolgung von Journalistinnen hin.

Die Protestierenden wurden nach Verlassen des Veranstaltungssaales vorübergehend festgenommen. Nach ihrer Freilassung schlossen sie sich weiteren vor dem Gebäude Protestierenden an.

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