Anklage wegen Korruptions-Verdachts bei der Luftwaffe

Tornado-Kampfflugzeuge

Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen einen technischen Regierungsoberinspektor des Luftwaffen-Stützpunkts Köln-Wahn wegen Vorteilsnahme erhoben. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Der Bundeswehrmitarbeiter Dieter B. soll von 1991 bis 2001 mindestens 236.000 D-Mark angenommen haben. Der heute 55-Jährige war im Materialamt der Luftwaffe dafür zuständig, die Flugsteuerung und Hydraulikanlagen der Tornado-Kampfflugzeuge funktionsfähig zu halten.

Zwischen ihm und zwei freiberuflichen Vertretern einer Münchner Elektronikfirma sowie zweier Luftfahrt-Unternehmen aus Frankfurt hat sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft "ein System von gegenseitigen Verbindlichkeiten und Abhängigkeiten" entwickelt, wie das Blatt weiter berichtet. Die Unternehmen hätten auf diese Weise lukrative Aufträge erhalten und für die Zukunft dauerhaft gesichert.

  1. ist momentan noch im Dienst. "Solange er nicht verurteilt ist, gilt schließlich die Unschuldsvermutung. Für eine Suspendierung gibt es derzeit keinen Grund", sagte ein Sprecher der Bundeswehr in Köln-Wahn.