Bundesagentur für Arbeit weist offenbar zu viele offene Stellen aus

Arbeitsplätze

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) weist offenbar mehr offene Stellen aus, als tatsächlich vorhanden sind. 43 Prozent der Stellen, die bis zu einem halben Jahr als offen registriert sind, seien nicht mehr verfügbar, hieß es im ZDF- Wirtschaftsmagazin "WISO" am Montag. Das Magazin beruft sich auf eine Studie des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur, das im Auftrag der Bundesagentur die Statistik der offenen Stellen geprüft habe. Betrachtet man sämtliche offenen Stellen ohne zeitliche Begrenzung, seien knapp ein Drittel nicht mehr frei.

Die Bundesagentur für Arbeit bestätigte dem Sender die Zahlen. Die Arbeitgeber meldeten ihre Stellen, die sie zwischenzeitlich besetzt haben, nicht wieder in dem Maße ab, wie sie das tun sollten, sagte BA-Sprecher John-Philip Hammersen dem Sender. Zum anderen frage die Behörde aber auch nicht genug bei den Arbeitgebern nach, räumte er ein.

Alfons Schmid vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur forderte, die BA müsse ihr Meldeverfahren verbessern, "um die offenen Stellen zu erfassen, die wirklich frei sind". BA-Sprecher Hammersen sagte, bis eine stimmige Statistik vorhanden sei, werde "sicherlich ein Jahr ins Land gehen".