BASF-Chef kritisiert Klimaschutzpolitik der EU

"Angriff auf die Industrie"

Der Vorstandschef des Chemiekonzerns BASF, Jürgen Hambrecht, hat die europäische Klimaschutzpolitik scharf kritisiert und als Gefahr für die deutsche Wirtschaft bezeichnet. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Die neuen Vorgaben aus Brüssel zum Einsparen von Klimagasen sind teilweise unklar und führen zu einer Hängepartie. Zudem kosten die neuen Pläne viel Geld, verschlechtern unsere Wettbewerbsfähigkeit und gefährden akut Arbeitsplätze." Falls die EU weiterhin eine Verringerung des CO2-Ausstoßes von 33 Prozent bis 2020 verlange, sei das ein "Angriff auf die Industrie".

Hambrecht forderte die Bundesregierung auf, sich stärker für die Interessen der Wirtschaft einzusetzen: "Ich würde mir wünschen, dass die Politik mehr Verständnis dafür zeigt, wie wichtig die Wirtschaft für das Land ist. Klimaschutz geht nicht gegen die Industrie, sondern nur mit ihr."

Der BASF-Chef verlangte eine weltweite Vereinbarung zum Klimaschutz: "Europa kann das Klima doch nicht alleine retten. Die USA, Indien und China müssen mitmachen. Wir brauchen dringend eine weltweite Vereinbarung zum Klimaschutz."