Nach Amoklauf

Innenpolitiker denken über Einschränkung des Alkoholausschanks zur WM nach

Bei einem Amoklauf nach der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs hatte in der Nacht zu Samstag der mutmaßliche Täter, ein stark betrunkener 16-jähriger Hauptschüler, 30 Menschen mit einem Messer verletzt. Als Konsequenz aus dem Amoklauf im Berliner Regierungsviertel haben mehrere Politiker gefordert, den Alkoholausschank während der Fußball-WM einzuschränken. "Die Veranstalter von Übertragungen der Spiele auf Großleinwänden müssen verpflichtet werden, keine alkoholischen Getränke an offenkundig Betrunkene auszuschenken", sagte der Innenausschussvorsitzende des Bundestags, Sebastian Edathy, der Tageszeitung "Die Welt". Wer alkoholisiert andere Besucher anpöbele, solle unverzüglich aus dem Verkehr gezogen werden.

Berlins Innensenator Ehrhard Körting sagte der "Welt", er wolle "notfalls den Alkoholkonsum per Anordnung auf dem Fanfest einschränken".

Bei dem Berliner Fanfest zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule, zu dem täglich bis zu eine Million Gäste erwartet werden, soll laut Senatssprecher Michael Donnermeyer als einziges alkoholisches Getränk Bier ausgeschenkt werden. Donnermeyer kündigte am Montag im RBB-Inforadio an, über eine Einschränkung des Ausschanks entschieden die Sicherheitskräfte je nach Lage.

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