SPD in Umfragen unter der 30-Prozent-Marke

Wahlstimmung

Die SPD sackt in der Wählergunst weiter ab. Zwei neuen Umfragen vom Freitag zufolge würden derzeit nicht einmal 30 Prozent die Sozialdemokraten wählen. Bei der Bundestagswahl im September 2002 waren es noch 38,5 Prozent. Die Union gewann dagegen leicht auf 47 Prozent hinzu. Laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv verlor die SPD im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf aktuell 27 Prozent. Die Union verbesserte sich um einen Punkt auf 47 Prozent. Die Grünen könnten derzeit mit 11, die FDP mit 7 und die PDS mit immerhin 5 Prozent der Stimmen rechnen.

Eine Befragung von infratest dimap für das ARD-"Morgenmagazin" sieht die SPD derzeit bei 29 Prozent. Dies sind zwei Prozentpunkte weniger als bei der vorhergehenden Umfrage im April. Die Union stieg dagegen um einen Punkt auf 47 Prozent. Um jeweils einen Punkt auf 11 beziehungsweise 7 Prozent zulegen konnten auch Grüne und FDP. Die PDS käme zurzeit auf 4 Prozent.

Ursächlich für den Wählerschwund der SPD dürften die Sozialreformen der Bundesregierung sein. 56 Prozent forderten in der infratest-dimap-Umfrage eine Abschwächung der Reformagenda 2010. Nur 36 Prozent sagten, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) solle seine Pläne unbeirrt weiter verfolgen.