Behandlung ihrer Tiere hilft den Menschen im Irak

Irak

Die WSPA Welttierschutzgesellschaft bittet Tierfreunde jetzt für die notleidenden Tiere im Irak zu spenden. Es werden dringend 250.000 Euro benötigt, um zahllosen kranken, verletzten und hungernden Tieren im Irak zu helfen. Den Tierärzten in den örtlichen Tierkliniken fehlen mittlerweile sogar die grundlegendsten Medikamente für die einfachsten Behandlungen. Die Menschen im Irak sind auf ihre Pferde, Esel, Kamele, Rinder, Ziegen und Schafe angewiesen, sie sichern ihnen das tägliche Überleben. Mit wenigen Medikamenten könnten viele Tausend Tiere behandelt werden.

Ein WSPA-Rettungsteam will in Kürze die lebensrettenden Medikamente in den Irak bringen. Der Konvoi wird mehrere Tonnen der dringend benötigten Tierarzneimittel an verschiedene Tierkliniken im Zentral- und Südirak verteilen. Das ist die am intensivsten landwirtschaftlich genutzte Region, die auch am stärksten vom Kriegsgeschehen betroffen war. Für nur 8 Euro können zwei Pferde mit Antibiotika behandelt werden, für 25 Euro eine Schafherde von Parasiten befreit und für 40 Euro fünf Kühe gegen Blutparasiten behandelt werden.

Das WSPA-Rettungsteam plant am 5. Juni über Kuwait in den Irak zu reisen. Zunächst wird das Team die Verteilung der Medikamente vorbereiten und dann die Medikamentenlieferung in Basra in Empfang nehmen. In bewachten Lagerräumen des Royal Army Veterinär Corps (RAVC) werden die Medikamente bis zur vollständigen Auslieferung sicher zwischengelagert. Die WSPA geht davon aus, dass die praktische Verteilung der lebensrettenden Tierarzneimittel auf die verschiedenen Stationen mindestens zwei Wochen dauern wird.

Brian Falkner vom WSPA-Rettungsteam erklärt: "Unsere Medikamenten-Lieferung wird zehntausenden Tieren das Überleben sichern und in dieser kritischen Wiederaufbauphase dazu beitragen, dass die Menschen im Irak wieder auf eigenen Füssen stehen können." Vor kurzem war ein Rettungsteam der WSPA-Mitgliedsorganisation Society for the Protection of Animals Abroad (SPANA) mit zwei mobilen Tierkliniken im Irak. Sie verteilten Medikamente sowie 30 Tonnen Futter an örtliche Tierärzte rund um Bagdad. Damit konnten endlich die dehydrierten und abgemagerten Tiere dort versorgt werden.

Die WSPA Welttierschutzgesellschaft hat einige Jahre Erfahrung mit Rettungseinsätzen für Tiere in Kriegs- und Krisengebieten. Schon im letzten Golfkrieg, im Kosovo und aktuell auch in Afghanistan helfen WSPA-Rettungsteams Tieren in Not.