Fluorierte Treibhausgase klimaschädlicher als CO2

Klimaschutz

Fluorierte Treibhausgase schädigen das Klima bis zu 24.000 mal mehr als CO2. Das ist das Ergebnis eines Berichts des Umweltbundesamtes (UBA). Allein in den Klimaanlagen der Pkw in Deutschland seien rund 13.700 Tonnen fluorierte Treibhausgase enthalten. Doch auch in vielen anderen Bereichen des alltäglichen Lebens würden fluorierte Treibhausgase eingesteztwie zum Beispiel in Dämmstoffen und in Sprühdosen. Außerdem werden sie als Kälte- und Treibmittel eingesetzt. 1997 wurden die fluorierte Treibhausgase in die Verpflichtungen zur internationalen Emissionsreduktion im Rahmen des Kyoto-Protokolls aufgenommen. Tatsächlich beeinflussen die Ersatzgase die Ozonschicht nicht - dafür seien sie wesentlich klimaschädlicher als CO2.

Der Bericht des UBA zeige, dass es für viele Bereiche heute Alternativen, inzwischen auch für die Auto-Klimaanlagen gibt. Die Hersteller hätten innovative Lösungen mit CO2 als Kältemittel entwickelt, die das Klima weniger schädigten. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes fordert: "Nun gilt es diese Technik schnellstmöglich in neue Modelle einzubauen." Das wäre ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Entwickelt wurden die fluorierten Treibhausgase von der chemischen Industrie vor allem als Ersatzstoffe für die ozonschichtschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Der Bericht ist das Ergebnis von Fachgesprächen zwischen Bundesumweltministerium, UBA und den Experten betroffener Industrien und Institutionen. Er trägt den Namen "Fluorierte Treibhausgase in Produkten und Verfahren - Technische Maßnahmen zum Klimaschutz" undbeschreibt vor allem die technischen Maßnahmen zum Ersatz von fluorierten Treibhausgasen. Neben bereits heute bestehenden Substitutionsmöglichkeiten sind auch weitere andere Maßnahmen für Emissionsminderungen beschrieben. Damit ist der Bericht auch ein Beitrag für die Beratungen zum Verordnungsentwurf über bestimmte fluorierte Treibhausgase, der von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde.