Menschenkette für den Frieden: Sagt den Krieg ab - nicht die Fasnacht

Irak-Krise

Was können Bürgerinnen und Bürger gegen den angedrohten Krieg im Irak tun? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Friedenratsschlags, zu dem der Friedensrat Markgräflerland eingeladen hatte. Mit der Verwirklichung von zwei Vorschlägen wurde noch am Abend begonnen: Jeden Samstag wird auf dem Marktplatz Müllheim in der Zeit von 10.30 bis 11.30 Uhr eine Mahnwache "Krieg? Nicht in unserem Namen!" stattfinden, ab 25. Januar. Und für Samstag, den 1.Februar rufen die Teilnehmer des Friedensratschlags zu einer Menschenkette in der Fußgängerzone Müllheim auf.

In dem Aufruf dazu heißt es :"Wir haben erfahren, dass es gegen alle Skepsis erfolgreich sein kann, sich entschlossen, gewaltfrei und fröhlich auf den Weg zu machen, auf die Straßen und Plätze, vor die Rathäuser und die Militärstützpunkte – gegen Gewalt und Angst, gegen Propaganda und Lüge, gegen Militarisierung des Denkens und Handelns aufzustehen. In diesem Zusammenhang würdigten die Teilnehmer die von einer Vielzahl von Gemeinderäten und Ortvorstehern der Stadt Müllheim unterzeichneten Resolution gegen einen Krieg im Irak.

Zudem wurde auf die Verantwortung der deutschen Bundesregierung verwiesen, sich für eine friedliche Lösung des Irakkonflikts einzusetzen. Dies beinhaltet nach Auffassung der Anwesenden, dass sich Deutschland auch nicht "passiv" an dem möglichen Krieg beteiligt: Kein Nutzungsrecht für US-Militärbasen in Deutschland für diesen Krieg. Keine Überflugsrechte für britische oder US-Kampfflugzeuge. Außerdem den Abzug der deutsche Spürpanzer aus Kuwait und der Marine aus der Golfregion. Keinen Einsatz der Deutsch-Französischen Brigade am Horn von Afrika!