"Dublin Action Agenda" gegen Krieg wird von Bundesregierung aufgegriffen

Europäische Initiative

Der Bund für Soziale Verteidigung begrüßt die Europäische Initiative aus der Zivilgesellschaft "Dublin Action Agenda" zur Vorbeugung gewaltsam ausgetragener Konflikte. Der Bund für Soziale Verteidigung hat diese Ergebnisse der Dubliner Konferenz übersetzt und vielen deutschen Friedensorganisationen und der deutschen Regierung zur Verfügung gestellt. U.a. aus dem Auswärtigen Amt kam als Rückmeldung: "Die Bundesregierung teilt ohne Abstriche Ihre Auffassung, dass die Zivilgesellschaft eine Schlüsselrolle bei der Vorbeugung bewaffneter Konflikte spielen muss."

Mit großer Unterstützung der Irischen Ratspräsidentenschaft fand vom 31.3 bis 2.4.2004 eine Konferenz über "Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Prävention von bewaffneten Konflikten" in Dublin statt. Die "Dublin Action Agenda" wurde von dieser Konferenz erarbeitet und verabschiedet. In der Einführung wurde fomuliert:

"Die Dublin Action Agenda gibt die Ergebnisse eines auf Konsens zielenden Prozesses wieder, der zwischen mehr als 200 Teilnehmern - Civil Society Organisations (CSOs), Regierungen und multilateralen Organisationen - stattfand. In der Agenda werden die gemeinsamen Grundlagen von europäischen CSOs, die sich der Konfliktprävention verschrieben haben, formuliert und Schlüssel-Empfehlungen für die Stärkung strategischer Partnerschaften zur Prävention von gewaltsam ausgetragenen Konflikten und zum Aufbau einer Kultur des Friedens gegeben. Sie benennt gemeinsame Ziele und Strategien, um die Nationalregierungen, die multilateralen europäischen Organisationen (besonders die EU) und die UN sowie die CSOs selbst dazu zu veranlassen, sich stärker auf Konfliktvorbeugung und Friedenssicherungs-Politik auszurichten."

Der Bund für Soziale Verteidigung ruft alle Beteiligten dazu auf, bei der Beratung des Europäischen Rates am 17.bis 18.6. der Formulierung des Deutschen Auswärtigen Amtes zu folgen: "Wir begrüßen ausdrücklich die Dublin Action Agenda. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Empfehlungen in die Beratung des Europäischen Rates am 17./18. Juni 2004 über die Implementierung des Europäischen Programmes zur Verhinderung gewaltsamer Konflikte eingehen."