Ökologische versus konventionelle Landwirtschaft

Ökolandbau

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Biobauern weiter gestiegen. Deutlich gebremst werde die Entwicklung des Marktsegments 'Ökologischer Landbau' jedoch durch eine sehr schwierige Marktlage mit existenzbedrohendem Preisdruck. Das teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Biobauern hätten so wie ihre konventionellen Kollegen mit großer Konkurrenz ihrer EU-Kollegen, sinkenden Preisen und stagnierendem Umsatz zu kämpfen. Zwar seien in einzelnen Läden Bio-Produkte vertrete, doch Discounter seien bislang noch kaum erschlossen.

Im ökologischen Landbau passiere das Gleiche wie in der konventionellen Landwirtschaft. Deutsche Produkte würden ungleichem Wettbewerb ausgesetzt. Deshalb plädieren die deutschen Ökobauern dafür, das BioSiegel zu verbessern und mit einer Herkunftskennzeichnung zu versehen. So sollen die Verbraucher motiviert werden, deutsche Öko-Erzeugnisse zu kaufen. Zusätzlich erhob der Öko-Beauftragte des Deutschen Bauernverbandes Heinrich Bassewitz die Forderung, die EU-Vorschriften zum ökologischen Landbau an die strengeren deutschen Bestimmungen, zum Beispiel zur verpflichtenden Gesamtbetriebsumstellung und zur starken Beschränkung konventioneller Wirtschaftsdünger, anzugleichen. Teilungen von Betrieben in einen konventionellen und einen Ökobetrieb seien zu untersagen.

Insgesamt sei der Umsatz im ökologischen Anbau im Jahr 2002 um rund 10 Prozent gestiegen. Dies sei in erster Linie durch eine Ausweitung des Angebot im Lebensmitteleinzelhandel gestehen. Mit dem Angebot von Öko-Ware in Discountmärkten ließen sich zwar auch neue Marktpotentiale erschließen. Der Lebensmitteleinzelhandel mit seinen größeren Potentialen sei im Vergleich zum Naturkostfachhandel jedoch krisenanfälliger. Der Preisverfall bei konventionellen Produkten habe im Ökobereich ebenfalls eine Preisspirale nach unten in Gang gesetzt. Die Vermarktungsstrukturen müssten deshalb noch verbessert werden, um der Nachfragemacht des Handels wirksam begegnen zu können.