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Gewerkschaftsboss gegen derzeitige Förderung erneuerbarer Energien

Pro Kernenergie

Mitten in der Diskussion um knappe Energierohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Uran kritisiert der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die bisherige Förderung erneuerbarer Energien. Die jetzige Praxis könne aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit nicht fortgesetzt werden, sagte Gewerkschaftschef Hubertus Schmoldt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass dies die Energiekosten in die Höhe treibe und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft schmälere.

Schmoldt widersprach der Auffassung, Kernenergie könne langfristig durch erneuerbare Energie ersetzt werden. Ihm gehe es nicht um eine generelle Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken, sondern darum, die Laufzeiten der sicherheitstechnisch besonders hochwertigen Anlagen zu verlängern und im Gegenzug die Laufzeiten der schlechter ausgerüsteten Kernkraftwerke entsprechend zu verkürzen. Dies sei eine Übertragung von Laufzeiten, die nach dem Atomkonsens möglich sei.

Schmoldt forderte einen neuen Energiekonsens, der auch die künftigen Anteile von Kohle, Braunkohle, alternativen Energien, Gas und Öl festlege. Er plädierte dafür, auch aus Gründen der Versorgungssicherheit den Anteil heimischer Steinkohle nicht über das schon beschlossene Ausmaß hinaus zu reduzieren.

Wulff gegen "ideologischen" Verzicht auf Atomkraftwerke

CDU-Vize Christian Wulff warnt davor, moderne Kernkraftwerke aus "formalen Gründen" abzuschalten. Es müssten "Entscheidungen der Vernunft und nicht der Ideologie" getroffen werden, sagte der niedersächsische Ministerpräsident am Freitag im Deutschlandfunk. Zwar sei es der Union nicht gelungen, den Energiekonsens zu verändern. Dennoch gebe es noch Spielraum bei den Restmengen der Kernkraftwerke. Wulff forderte einen "Energiemix". Auch regenerative Energien bräuchten eine "Quersubventionierung".

Thoben für neuen Hochtemperaturreaktor

Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben (CDU) brachte einen neuen Hochtemperaturreaktor ins Gespräch. "Wir sind in NRW führend in der Entwicklung der Brennstoffzelle, für deren Betrieb man Wasserstoff braucht. Experten würden ihr sagen, die Herstellung von Wasserstoff mit erneuerbaren Energien dauere noch 25 Jahre, so die Ministerin. Über den Hochtemperaturreaktor ginge das wesentlich schneller", sagte Thoben der "Rheinischen Post". Das werde die Debatte europaweit neu beleben. Sie warnte allerdings vor vorschnellen Antworten ebenso wie vor "Denkverboten".