Flugsicherung untersagt private Flüge über Atomkraftwerke

Nicht für Linienmaschinen

Die deutsche Flugsicherung (DFS) hat das niedrige Überfliegen von 16 Atomkraft- und Forschungsanlagen im Bundesgebiet untersagt. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab berichtete, dürfen sich Privatmaschinen den Standorten nur bis auf 1,5 Kilometer nähern und müssen einen vertikalen Abstand von mindestens 600 Meter einhalten. Verstöße gegen die neue Luftraumbeschränkung gelten als Straftat.

Die DFS komme damit Forderungen von Sicherheitsexperten nach, die generelle Überflugverbote seit Jahren fordern. Bisher ist das Überfliegen sensibler Anlagen Militärflugzeugen untersagt. Linienmaschinen seien wegen der Flughöhe von mehreren tausend Metern nicht von der neuen Direktive betroffen.